Handball meets Music

  Joah, ich weiß noch wie hibbelig ich war, als ich erfahren habe das die Hosen Weihnachten 2009 ein Konzert spielen wollten. Das war im Dezember 2008. Das schlimme war, ich wusste, wie heiß begehrt diese Konzerte sind und dementsprechend ist es auch nicht so einfach an Tickets zu kommen. Aber der Wille war sehr groß. Ich wollte dahin. Mein Problem bestand aber darin, dass an dem Tag, als die Tickets in den Verkauf gingen, den ganzen Tag arbeiten musste. Ab neun Uhr morgens sollte der Verkauf starten. Und man konnte sie nur in Düsseldorf bei der Fortuna oder im Uerige kaufen. Was für mich schon mal nicht machbar war, da ich nicht mal eben nach Düsseldorf fahren konnte um die Karten zu kaufen, denn meine Schicht ging bis 18.00Uhr. Super. Auch das noch. Aber zum Glück gab es ja auch noch den Internet verkauf. Also schmiss ich sofort, nach meiner Schicht, meinen PC an und versuchte mein Glück. Nachdem das Internet sechsmal zusammen gebrochen war und ich schon die Hoffnung aufgegeben hatte, klappe es dann doch und konnte meine Bestellung abschicken.  Eigentlich hatten die Hosen auch nur 2 Konzerte vorgesehen, aber am Ende waren es dann doch 6. Wahnsinn. Das muss man sich mal vorstellen. Zumal diese Konzerte Tradition sind und in Richtung legendär gehen. Nun hieß es ein Jahr warten. Was macht man denn in der ganzen Zeit? Natürlich. Man geht auf weitere Konzerte. Das werde ich aber alles bei Gelegenheit erzählen. Denn 2009 war ein Wahnsinns Konzert-Jahr. Es kam der Abend der 26.12.2009. Mit einer Freundin machte ich mich auf dem Weg nach Düsseldorf. Doch schon die Anreise war irgendwie, naja....wir haben uns ein klein wenig verfahren. Statt Richtung Düsseldorf/Rath zu fahren, sind wir fast in Langenfeld gelandet. Also in die komplett falsche Richtung. Also, wieder den ganzen Weg zurück. Was diesmal auch klappte. Ab der Haltestelle vom S-Bahnhof fuhr dann ein Shuttle-Bus weiter zum ISS Dome. Als wir dort ankamen, war schon mächtig was los. Die Schlange bildete sich fast schon einmal komplett um den Dome. Kein Gedränge nichts. Was ich selten erlebe. Der Einlass an sich ging sehr zügig, kurz mal in die Tasche gucken lassen und schin waren wir drin. In der Halle hieß es erst mal, unsere Plätze suchen. Ja wir hatten Sitzplätze. Nachdem mich das Internet ja nicht zum Zug hatte kommen lassen, gab ich mich auch damit zufrieden. Die Plätze waren schnell gefunden und freuten uns über die Jungen-Clique, die da vor uns saß. Denn die hatten sich schon mit reichlich Klopapier eingedeckt, was sie während des Konzertes werfen wollten. Auf jedenfall hatten wir da schon mal unseren Spaß, zumal sie versuchten nicht von der SEC erwischt zu werden. Aber leider schienen die nicht völlig verblödet, bemerkten dies natürlich und kontrollierten unseren Block immer wieder gerne. Was die Jungs aber von nichst abhielt. Das Licht erlosch und die Halle flippte aus. Von überall her hörte man die Hosen-Rufe. Zu Anfang wurde 'The Little Drummerboy' gespielt. Die Halle tobte. Nachdem Campino alle begrüßt hatte wurde auch schon das nächste Lied gespielt.  Es wurde eigentlich jeder Wunsch erfüllt. Angefangen bei 'Blitzkrieg Bob'  bis zum 'Auswärtsspiel' Eines der Highlights war das 'Wort zum Sonntag' bei dem Campino sich mit einem Bengal-Feuer vom Hallendach abseilte. Manchmal glaube ich, der Mann hat sieben Leben. Ein weiterer Höhepunkt war, als Campino zwei Fans auf die Bühne holte. Alle warteten darauf was nun kommen würde. Aber als sich einer der beiden Fans hinkniete und ins Mikro sprach, war klar, das er seiner Freundin einen Heiratsantrag machte. Unglaublich. So was kannte man sonst nur aus dem Fernsehen. Als das Mädchen auch noch 'Ja' sagte, gab es kein halten mehr.  Gänsehaut pur gab es bei 'Nur zu besuch' als Campino davon erzählte, dass einige aus der Crew gestorben seien und das doch Weihnachten der Todestag seiner Mutter sei. In der gesamten Halle brannten Feuerzeuge oder Wunderkerzen. Meine Gänsehaut konnte nicht mehr getoppt werden, als sich die gesamte Halle hinsetze und lauthals mitsang. Es ist ein unglaubliches Lied, bei dem mir selbst Erinnerungen vor meinem inneren Auge ablaufen. Aber ich finde, dieses Lied, darf auf keinem Konzert fehlen.  Natürlich wurden auch Klassiker wie 'Bayern', 'Alles aus Liebe', 'Wünsch dir was' gespielt. Die Hosen hatten einfach an alles gedacht.  Nicht zu vergessen ist auch, dass als Vorband auch 'ZK' gespielt haben. Einige werden vielleicht wissen, dass dies die Vorläuferband der Toten Hosen war.  Fazit: Es war ein einmaliges Erlebnis, das ich nicht vergessen werde. Es reiht sich ein, in die Konzerte, die Legendär sind.